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Biodiversité


Prix Biodiversité 2019
Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet gemäß der UN-Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören“. Damit umfasst sie die Vielfalt innerhalb sowie zwischen Arten, darüber hinaus die Vielfalt der Ökosysteme selbst. Nach dieser Definition besteht die Biodiversität auch aus der genetischen Vielfalt.

Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt gelten als wichtige Grundlagen für das menschliche Wohlergehen. Als weitaus größte Gefahr für die biologische Vielfalt auf der Erde wird die Zerstörung und Zerstückelung von Lebensräumen gesehen.
Leider kann man in den letzten Jahren einen Verlust an Biodiversität nicht mehr von der Hand weisen. Gut ausmachen kann man dies daran, dass Sommer für Sommer nach Fahrten in der Abenddämmerung weniger Insekten an der Frontscheibe von Auto haften bleiben. Auch der Trend hin zu Vorgärten, welche mit Steinen angelegt werden und oft nur spärlich mit nicht einheimischen Pflanzen bepflanzt sind tragen zum Rückgang der Artenvielfalt bei.

Wie kann aber nun der einzelne Bürger einen aktiven Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten?

Trockenmauer
Trockenmauern sind ein faszinierender Lebensraum. Aus den Ritzen zwischen den Steinen lugen im Sommer die leuchtenden Blüten des Weißen Mauerpfeffers heraus, auf der Mauerkrone prangen die dichten Polster des gelben Scharfen Mauerpfeffers. Im Schatten sorgen Zimbelkraut und Steinbrech für Farbtupfer.
Richtig interessant wird es, wenn man sich Zeit nimmt und Ausschau nach den tierischen Untermietern hält: Im Obergeschoss, wo Wind und Wetter eine größere Lücke geschaffen haben, können Vögel nisten, ein Stockwerk tiefer - reger Flugverkehr zeugt davon - haben in einem Hohlraum Wespen ihr Domizil. Mäuse schätzen die geschützten, trockenen Innenräume. In den schmalen Ritzen und Fugen warten Wolfsspinnen darauf, dass es dunkel wird und sie auf die Jagd nach nachtaktiven Insekten gehen können. Gut zu beobachten sind die Zauneidechsen. Gerade für sie, die selten geworden sind, stellen Trockenmauern wichtige Überlebensräume dar.

Initiative „Heck vun hei“
Wer noch keine Hecke sein Eigen nennen kann, jedoch plant, eine anzupflanzen, sollte einen Blick auf die Initiative „Heck vun hei“ werfen. Bei „Heck vun hei“ handelt es sich um ein Label des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. Dieses versichert, dass nur einheimische Hecken angepflanzt werden. So könne man verhindern, dass Sträucher importiert werden, die es eigentlich gar nicht in Luxemburg gibt und die nicht an die Gegebenheiten der hiesigen Flora angepasst sind.

Spätmahd
Bei der Spätmahd geht es darum, verschiedene Flächen, wo nicht unbedingt ein kurzer Rasenschnitt erfordert ist, erst später in der Vegetationsperiode zu mähen. Dies erspart nicht nur Arbeit und Geld, sondern trägt zudem erheblich zur Artenvielfalt bei. Später abgemähte Flächen besitzen nämlich mit ihren zahlreichen Gräsern und Blumen nicht nur einen hohen ästhetischen Wert, sondern bieten auch einen wertvollen Lebensraum für viele Tiere, darunter z.B. eine Reihe von bedrohten Schmetterlingsarten.

Aktion "Sans pesticides"
Die Kampagne „…ohne Pestizide“ wird von einer Vielzahl von Akteuren aus dem Umweltbereich organisiert und möchte die Öffentlichkeit und die Gemeinden auf die schädlichen Auswirkungen von Pestiziden auf Natur und Gesundheit aufmerksam machen und alternative Pflegemethoden öffentlicher und privater Flächen im Siedlungsraum aufzeigen.
Hauptziel der nationalen Kampagne ist es, bestehende Sichtweisen, unrealistische Ideale und eingebürgerte Arbeitsmethoden zu verändern, hin zu mehr Biodiversität und geringerem Pestizideinsatz, sowohl auf kommunalen Flächen, als auch in Privathaushalten und -gärten.


Nachfolgende finden Sie Broschüren zum Thema Biodiversität:

Loscht op Natur - Ohne Pestizide
Nature et construction
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Deel 1
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Deel 2
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Deel 3
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Empfehlenswerte Sorten-Äpfel
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Empfehlenswerte Sorten-Birnen
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Empfehlenswerte Sorten-Kirschen
SICONA - Méi Natur an Duerf a Stad - Empfehlenswerte Sorten-Pflaume

Contact


Max Klein

max.klein@roeser.lu
Tél: 36 92 32 257


Gestion des questions liées à l’environnement humain et naturel et à sa protection, conseil en matière écologique, organisation de campagnes de sensibilisation et d’information, gestion de l’enlèvement des déchets